Visumsverfahren

Das Aufenthaltsgesetz verlangt, dass grundsätzlich jeder Ausländer vor der Einreise nach Deutschland ein Visum bei der deutschen Auslandsvertretung einholen muss. Ausnahmen gibt es für Staatsangehörige bestimmter Staaten, die für Besuchsaufenthalte von bis zu drei Monaten visumsfrei einreisen dürfen.

Gegen die Ablehnung eines Visums durch die deutsche Auslandsvertretung kann geklagt werden. Für diese Klagen auf Erteilung eines Visums ist bundesweit einheitlich das Verwaltungsgericht Berlin zuständig. Denn die in Visumsangelegenheiten beklagte Bundesrepublik Deutschland wird durch das Auswärtige Amt vertreten, welches seinen Sitz in Berlin hat.

In geeigneten Fällen kann gegen die Ablehnung eines Visums durch die Auslandsvertretung auch ein sog. Remonstrationsverfahren durchgeführt werden. Dies ist einem Widerspruch ähnlich. Dann muss nicht sofort vor dem Gericht geklagt werden. Das Remonstrationsverfahren führt in einigen Fällen dazu, dass die Botschaft bzw. das Konsulat seine Auffassung noch einmal ändert und doch das Visum erteilt. Bleibt es bei der Ablehnung, so kann die Klage beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht werden. Hierbei ist unbedingt die Klagefrist zu beachten.

Wenn Sie anwaltlichen Rat oder Beistand in einer Visumsangelegenheit benötigen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.